Menu

23./24. Oktober 2020

Otto Mauer Zentrum, Währinger Str. 2-4, 1090 Wien

Philosophie und Theologie bemühen sich gleichermaßen um eine wissenschaftlich verantwortungsvolle Rede von Gott. Eine der größten Zäsuren markiert dabei die Philosophie von Kant. Diese forderte für den Bereich der theoretischen Vernunft, die auf die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis rekurriert, massive Beschränkungen (z.B. Existenz Gottes, Eigenschaften Gottes oder Theodizee). Gegenwärtig ist die philosophische und theologische Landschaft verstärkt von zwei Tendenzen geprägt: Einerseits ignorieren große Teile gerade der analytisch geprägten Theologie die Standards von Kant; andererseits erachten weite Teile der Philosophie die Gottrede für grundsätzlich irrational. Dies entlädt sich in unterschiedlichen Pathologien – kirchlich in der Zunahme von religiös-fundamentalistischen Kräften; wissenschaftlich im Erstarken von szientistischen Naturalismen und gesellschaftlich in teils kämpferisch-atheistischen Säkularismen. Das Symposion versucht, dem Vorbeuge zu leisten, indem es den Bogen von den Kant-Rezipienten (Fichte, Schelling, Hegel, Jacobi, Schleiermacher und Kierkegaard) spannt und fragt, inwiefern deren Überlegungen für den gegenwärtigen Diskurs aktualisiert werden können.

Vorträge von: Magnus Striet (Freiburg im Breisgau), Matthias Lutz-Bachmann (Frankfurt am Main)

Jürgen Stolzenberg (Halle), Christian Danz (Wien), Stefan Lang (Halle), Georg Essen (Berlin), Ingolf U. Dalferth (Claremont), Klaus Viertbauer (Eichstätt)

Anmeldung

Zurück